Dienstag, 13. September 2011
Wie immer.
Ein Tag wie eigentlich immer. Sie saß auf dem Sofa, aß ihre Nudeln, schaute wie gebannt auf den Bildschirm vor sich. Da stand er. So nah war er ihr noch nie gewesen, selten fühlte sie sich so verbunden mit ihm wie in jenem Moment. Da stand er aufrecht und selbstbewusst, vielleicht nach außen hin. Doch innerlich war war er genauso verunsichert wie sie. Das war es was sie verband: Beide scheuten die Aufmerksamkeit und das Leben. Aus Angst was nun passieren würde, hörte sie auf zu atmen. Der umgekippte Teller lag auf dem Boden. Ihre Augen traten hervor. Als sie es sah. Ihr Herzschlag und sie. Sie und ihr letzter Herzschlag. Als sie jene Nachricht las. Er ihr ein und alles. Ihre Atemluft. Weg? Sollte das möglich sein. Sie wollte es nicht wahrhaben. Ihre Mutter sagte nur: "Das kommt davon, wenn man seine Augen vor der Wirklichkeit verschließt." Ihre Freundin meinte: "It´s life". Mit diesen Worten im Kopf und noch ein paar letzten Gedanken stellte sie sich in jener Nacht auf´s Fensterbrett. Frische Nachtluft wehte um ihr Haar. Ihr Gesicht, erfüllt mit erschrockenem Blick. Das Licht der vorbeifahrenden Autos wirft ein Schatten auf ihr Gesicht. So war es also: Der letzte Moment. Doch sie hatten gelogen. Sie sah nicht ihr ganzes Leben an sich vorüberziehen. Sie sah auch keinen hellen Tunnel. Da waren nur 2 Sätze in ihrem Kopf: Das kommt davon wenn man seine Augen vor der Wirklichkeit verschließt. It´s life.
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