Ich denke, jeder hat sich damit mindestens einmal in seinem Leben auseinandersegetzt. Was alles passieren kann und das "leben" kein Honigschlecken ist. Aber wenn man denkt, man weiß Bescheid und ist bestens vorbereitet, erwischt es einen am schellsten. Was heißt es überhaupt zu leben. Ist es alles Schicksal, oder kann man sein Leben selbst bestimmen? Das frage ich mich in letzter Zeit häufig, denn ich denke es ist alles geplant. Alles ist vorhersehbar. Manches ist einfach die Folge von dem, was man bereits getan hat. Sicher trifft jeder in seinem Leben falsche Entscheidungen. Doch ist das Leben nur von den Entscheidungen abhängig, die wir treffen? Ist es denn so wichtig, das wir immer den richtigen Weg nehmen, und nie davon abkommen? Das Leben ist doch der Inbegriff einer Entscheidung. Es beginnt bei der Entscheidung zweier Menschen, einer Frau und einem Mann. Vielleicht war es nicht ihre Absicht neues Leben zu schaffen, aber ist es dann automatisch eine falsche Entscheidung? Es gibt immer mehrere Möglichkeiten. Nehmen wir mal an, jemand trifft in seinem Leben nur richtige Entscheidungen, vielleicht keine guten, aber richtige. Wenn er dann einen Fehler macht, hat er dann automatisch sein Leben versaut? Ist das Leben nicht eigentlich dazu da, um Fehler machen zu können? Muss man gleich dafür bestraft, wenn es doch das eigene Leben ist? Der Mensch ist das einize Lebewesen auf der Erde, das ganz und gar dazu fähig ist eigene Entscheidungen zu treffen. Denn wir Menschen besitzen etwas, das Tiere nicht haben, die Vernunft. Nehmen wir mal einen Fuchs und einen Mensch. Beide haben Hunger und gehen in den Wald um zu jagen. Irgendwo im Gestrüpp sitz ein Rehkitz ganz alleine. Wer würde es eher essen? Der Fuchs würde es reißen. Denn dann gilt der Grundsatz fressen oder gefressen werden. Nahrung ist Nahrung. Ein Mensch, jedenfalls ein mancher Mensch würde weiterlaufen und nach etwas anderem suchen. Denn das Rehkitz hat ja noch das ganze Leben vor sich. Verstand hat ein Jeder, doch wer ist mächtig ihn zu gebrauchen? Vernunft hat etwas mit Gewissen zu tun. Mit der Tatsache, was gut oder schlecht ist. Doch wer bestimmt, was gut oder schlecht, vernünftig oder unvernünftig ist? Wer trifft diese Entscheidung? Die Antwort lautet wir selbst. Ein jeder selbst kann bestimmen was gut oder schlecht ist. Doch bei uns spielen auch Gefühle eine wichtige Rolle. Würde uns ein Freund angreifen würden wir doch zweimal nachdenken, bevor wir uns wehren oder? Wenn es aber ein Fremder oder ein Feind ist, wäre uns unser Leben wichtiger. Weil wir Menschen es immer allen Recht machen wollen. Immer wollen wir die Welt verändern und verbessern, auch zu unseren Gunsten, wer hat dabei an die Tiere gedacht, an die Pflanzen, oder an die Welt selbst? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten. Was ich damit sagen will ist, wir haben unsere Zukunft in der Hand auch wenn vieles Schicksal ist, haben wir noch etwas Spielraum. Wer sagt das auch unsere spontanen Entscheidungen geplant waren? Wir können selbst entscheiden und mit Vernunft handeln. Doch aus Angst falsche Entscheidungen zu treffen, tuen wir das was die Mehrheit tut. Wir ziehen mit, egal was uns dabei entgeht. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Solange, wir noch selbstständig handeln und entscheiden können, sollten wir das auch tun. Solange wir nicht an Schläuchen hängen und im Koma liegen sollten wir das tun, sollten frei unsere Meinung äußern können, und handeln, so wie es uns gefällt. Denn später wird man es vielleicht bereuen. Dann, wenn man den anderen nur beim Leben zusehen kann, selbst nicht mehr beteiligt ist. Zuoft lassen wir uns von Gefühlen beeinträchtigen. Zuoft treffen wir falsche Entscheidungen, nur weil wir andere nicht verletzen wollen. Aus Angst anders zu sein. Oder aus Angst normal zu sein. Denn was ist denn schon normal? Wie definiert man "normal"? Ab dem Moment, indem man anderen folgt um nicht der Außenseiter zu sein, um mit dazu zu gehören. Nur weil man selbst eine andere Entscheidung getroffen hätte, ist es eine Lüge. Man lügt nicht nur andere an, sondern am meisten belügt man sich selbst. Wer will denn schon, das sein ganzes Leben eine Lüge ist? Aber das dürfte ich nicht fragen. Denn wer würde sich nur verändern, wenn man ihm ins Gewissen redet? Schließlich hat man zuoft schon das Gewissen überhört. Der Verstand ist natürlich wichtiger. Viel zu oft, denken wir an die Folgen unserer Taten, wenn es zu spät ist. Wollen wir denn ein Leben führen, indem wir selbst nur Marionette gespielt haben? Oder wollen wir lieber geliebt, geweint, gelacht und gelebt haben?
Vielleicht war es nicht die richtige Entscheidung, aber es war meine eigene.
K.P.& C.F.